Umgang mit Angst bei einer Krebsdiagnose
Die Diagnose Krebs ist ein einschneidendes Erlebnis, das oft von einer Vielzahl von Ängsten begleitet wird. Als ich selbst mit dieser Diagnose konfrontiert wurde, durchlebte ich ein Wechselbad der Gefühle. Angst vor der Zukunft, vor Schmerzen und vor dem Tod waren ständige Begleiter. Auch als ich wieder gesund wurde, war die Angst lange Zeit immer wieder präsent.
Doch ich habe gelernt, mit diesen Ängsten umzugehen und sie zu überwinden. Heute habe ich keine Angst und lebe viel bewusster als früher. Gerne teile ich hier meine Erfahrungen mit euch und gebe euch ein paar Tipps, die mir geholfen haben auf dem Weg ins Vertrauen.
Krebs macht Angst!
Verschiedene Strategien haben mir geholfen mit dieser Angst umzugehen und einen Weg zurück ins Vertrauen zu finden.
Akzeptanz: Erlaube dir, deine Gefühle zu akzeptieren. Es ist völlig normal, Angst zu empfinden, und es ist wichtig, sie nicht zu unterdrücken. Ich habe gelernt, der Angst Raum zu geben und sie anzunehmen. Für mich war es hilfreich, meine Ängste von aussen zu betrachten. Ich habe gelernt, die Angst auszuhalten, sie zu akzeptieren und darauf zu vertrauen, dass sie vorübergehend ist. Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass es auch Zeiten der Hoffnung und Zuversicht gibt. Die Phasen der Angst wurden immer kürzer, und mein Vertrauen in meinen Körper wuchs stetig.
Kommunikation: Sprich über deine Ängste! Ob mit engen Freunden, Familie, einem Therapeuten oder einem Peer - das Teilen kann sehr entlastend sein.
Information: Informiere dich über die Krankheit sowie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Es geht um dich und deinen Körper, du kannst immer und zu jeder Zeit entscheiden, welche Behandlung du machen möchtest.
Unterstützung: Nimm Hilfe an. Es gibt so viele zahlreiche Unterstützungsangebote für Krebsbetroffene, du musst nicht alles allein schaffen. Ich habe für einen besseren Umgang mit der Angst mit einer Schamanin gearbeitet und habe mich auch kinesiologisch behandeln lassen. Es gibt in der Komplementärmedizin sehr viele Therapieformen, die dir helfen können, die Angst zu minimieren und Stress abzubauen oder auch Zuversicht fördern. Finde heraus, was für dich der beste Weg ist.
Selbstfürsorge: Achte auf dich! Eine gesunde Ernährung, leichte Bewegung, frische Luft und genügend Schlaf sind mitentscheidend für dein Wohlbefinden.
Entspannung: Nutze Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, autogenes Training, Chi Gong oder ähnliches, um Stress abzubauen. Wenn du keine Übung in einer Entspannungstechnik hast, kannst du auch eine geführte Meditation machen. Im Internet gibt es ein grosses Angebot dafür. Ich habe in der Zeit als ich krank war meine Vorliebe zu Mantra Musik entdeckt. Die Musik begleitet mich heute noch und hilft mir in stressigen Phasen die Ruhe zu bewahren.
„Die Musik von Snatam Kaur & Deva Premal zum Beispiel empfinde ich als sehr entspannend und heilend und kann ich sehr empfehlen. “
Entspannung & Achtsamkeit
Verschiedene Entspannungstechniken wie Meditation, autogenes Training, Mantra Musik usw. haben mir in der Krankheitsphase geholfen und wende ich auch heute noch an.
Achtsamkeit: Übungen zur Achtsamkeit helfen dabei, im Hier und Jetzt zu bleiben und die Gedanken sowie Gefühle bewusst wahrzunehmen. Ich wende diese Praktiken in den positiven Phasen von Mut, Hoffnung und Zuversicht an. Zum Beispiel kannst du bei einem Spaziergang durch den Wald bewusst die Gerüche, Farben und Geräusche wahrnehmen oder während des Kochens jede Handlung bewusst ausführen und Demut praktizieren.
Visualisierung: Stelle dir vor, wie du deine Krankheit überwindest. Die Kraft der Visualisierung hat mir persönlich sehr geholfen. Ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie mein Körper von einem goldenen Licht durchdrungen und von allem Negativen gereinigt wird. Diese Praxis führe ich auch heute noch regelmäßig durch.
Hoffnung & Zuversicht
Viele Menschen besiegen Krebs und führen ein erfüllte Leben, wie ich auch. Der Mensch ist zu grossartigen Leistungen fähig, und du bist es auch.
Hoffnung: Bewahre die Hoffnung und den Glauben an deine Genesung. Viele Menschen besiegen Krebs und führen ein erfülltes Leben, wie ich auch. Der Mensch ist zu unglaublichen Leistungen fähig, und du bist es auch.
Spirituelle Unterstützung: Glaube und Spiritualität können in schweren Zeiten Trost und Kraft spenden.
„Es gibt Berge, über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter.“
Der Weg mit Krebs ist herausfordernd, aber mit den richtigen Strategien und ausreichender Unterstützung kannst du deine Ängste überwinden und deine Krankheit besiegen. Sei mutig, sei stark, sei zuversichtlich und vor allem glaube an dich und deine Selbstheilungskräfte.